Elektrosmog ist ein Sammelbegriff für die Umweltverunreinigung
durch künstlich erzeugte elektromagnetische Felder und Strahlungen. Alle Menschen, Tiere und Pflanzen sind praktisch überall, diesen Strahlung ausgesetzt. Wenn elektrische Leitungen und Elektrogeräte am Stromnetz angeschlossen sind, also auch wenn gar kein Strom verbraucht wird, verursachen sie in der näheren Umgebung elektrische Wechselfelder. Zusätzlich entstehen magnetische Wechselfelder durch fließenden elektrischen Wechselstrom in Geräten, Installationen, Leitungen, Motoren, Spulen, Transformatoren, Maschinen und anderen Stromverbrauchern, wenn sie eingeschaltet sind.
Für Erzeugung und Verteilung der Energie sind umfangreiche Einrichtungen geschaffen worden. Kraftwerke, Umspann- und Transformatorenstationen, Spannungsleitungen, leistungsstarke Versorgungskabel - bis zu unserer Hausinstallation. Dieses Niederfrequenznetz zur Stromversorgung erzeugt elektrische und magnetische Felder. Diese Felder sind physikalisch bedingte "Nebenwirkungen" - aber auch wesentlicher Teil der elektromagnetischen Umweltbelastung.
Für Rundfunk und Fernsehen, Amateur- und Mobilfunk, Handys, tragbare Telefone, Telekommunikation, Radar, militärische Überwachung, Richtfunk usw. strahlen leistungsstarke Sender elektromagnetische Wellen aus, denen wir angesichts der flächendeckenden Versorgung nicht mehr generell ausweichen können.
Wie wirkt Elektrosmog?
Seit etwa 20 Jahren gibt es - und das in zunehmendem Maße - Menschen, die sich durch diese künstlichen elektromagnetischen Felder und Wellen gesundheitlich (zurecht ?) beeinträchtigt fühlen. Elektrosmog ist erst in jüngster Zeit als eine neue gefährliche Gesundheits- und Umweltbelastung erkannt worden.
Vor allem das Gehirn- und Nervensystem, das für die Steuerung aller Körperfunktionen nur mit elektromagnetischen Strömen und Signalen von unvorstellbar geringer Intensität arbeitet, gerät durch die millionenfach stärkere elektromagnetische Strahlung im Nahbereich vieler Elektrogeräte und Stromleitungen sowie durch die flächendeckende Mobilfunk-Kommunikation in eine Streßsituation, die zu allgemeinen Funktionsstörungen führen kann.
Umfangreiche Untersuchungen der Internationalen Gesellschaft für Elektrosmog-Forschung (IGEF) haben bewiesen, daß unerklärliche nervöse Beschwerden, chronische Müdigkeit, Antriebsschwäche, Allergien, Kopfschmerzen, Angstzustände, schlechter Schlaf und Herz-Kreislaufprobleme sehr oft auf Elektrosmog zurückzuführen sein können.
Der gesunde Organismus besitzt eine Reihe von Steuer- und Regulationsmechanismen, die in der Lage sind, Störungen auf Zellebene zu kompensieren und das Entstehen einer Krankheit zu verhindern.
Es ist aber durchaus plausibel, wenn auch wissenschaftlich noch ungenügend nachgewiesen, daß Menschen, deren Regulationsmechanismen durch Krankheit, Alter oder eine Vielzahl von Umweltbelastungen bereits geschwächt sind, auf zusätzliche Störungen empfindlicher reagieren als gesunde Menschen.
Es können sich zunächst "Streßsymptome" zeigen, wie Schlafstörungen, ständige Müdigkeit, Kopfschmerzen, Antriebsarmut, Nervosität, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, innere Unruhe, Verspannungen.
Bei längerer Belastung können individuelle Schwächen deutlich werden, wie erhöhter Blutdruck, Sehstörungen, Herzrhythmusstörungen, Ohrgeräusche (Tinnitus), Atembeschwerden, ständig wechselnder Gesundheitszustand, Verhaltensveränderung, Denkblockaden, Schwindelgefühle, innere Erregung, das Gefühl "unter Spannung zu stehen", Ohrenpfeifen, Hörsturz, Hormonstörungen, Depressivität, Gereiztheit und andere Beschwerden, wie z.B. Erhöhung der Blutfette trotz vernünftiger Ernährung, Herzinfarkt, Knochenmarksschwäche mit Rückgang der Zahl weißer Blutkörperchen und Krebsentwicklung sind nur einige Beispiele einer langen Reihe.
William Ross Adey, einer der leitenden Forscher am Medical Centre in Loma-Linda im US-Bundesstaat Kalifornien, glaubt, daß "es keine bloßen Spekulationen sind, daß biomolekulare Systeme auch auf sehr schwache elektromagnetische Felder reagieren" und daß Erwärmung "keinesfalls die Basis für diese Beeinflussung ist"
Biorhythmus, Immunsystem und Psyche
Eine Vielzahl von Untersuchungen zeigt, daß elektrische und magnetische Felder den Biorhythmus, das Immunsystem und die Psyche beeinflussen können. Eine zentrale Rolle spielt hierbei die verminderte nächtliche Melatoninausschüttung, (Melatonin ist ein Horman das den Körper schläfrig macht und den Schlaf aufrecht erhält) für die sowohl die innere biologische Uhr verstellen, die Immunabwehr schwächen als auch psychische Beeinträchtigungen wie z.B. Depressionen bewirken kann. Zusätzlich werden aber auch direkte Wirkungen der Felder auf z.B. die Gehirn- und Nervenaktivität vermutet. Biorhythmus, Immunsystem und Psyche sind in vielfältiger Weise miteinander verknüpft und können sich gegenseitig beeinflussen.
Elektrische und insbesondere magnetische Felder, die während der Nachtruhe im Kopfbereich des Menschen wirken, vermindern die Melatoninausschüttung. Dieser vielfach nachgewiesene Effekt wurde bereits bei Magnetfeldern beobachtet, wie sie im Wohnbereich z.B. durch Hochspannungsleitungen, elektrifizierte Bahntrassen oder Stromleitungen und Elektrogeräte in Kopfnähe auftreten können.
Als wichtigste gesundheitliche Auswirkungen einer verminderten nächtlichen Melatoninproduktion werden in den überwiegend in den USA durchgeführten Studien genannt
- Unfruchtbarkeit, ungünstige Schwangerschaftsverläufe, Menstruationsstörungen und Migräne;
- Schlafstörungen, Müdigkeit, Depressionen, Immunschwäche und ein erhöhtes Krebsrisiko.
Die Verminderung des nächtlichen Melatoninspiegels ist in der Regel reversibel, d.h. wenn die elektromagnetische Strahlenbelastung vorbei ist, normalisiert sich der Melatoninspiegel innerhalb einiger Tage.
(Auszugsweise von der Gesellschaft für Elektrosmogforschung)
Hinweis:
Anerkannt wird dies von der Schulwissenschaft und -medizin bis heute nicht, soweit mir bekannt ist.
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