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Schlafphasen

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Die Schlaf- und Traumphasen.

Im Schlaf sind wir weitgehend inaktiv, so scheint es. Der Schlaf an sich ist ein komplexer aktiver Vorgang zur Regeneration des Körpers und das über den Tag erlebte geistig zu verarbeiten - also alles andere als inaktiv.

REM = Rapid Eye Movement (schnelle Augenbewegungen)

Es gibt zwei Grundformen des Schlafes:

REM-SCHLAF ( wird als der Traumschlaf bezeichnet um die geistige Erholung bzw. Verarbeitung. Das Gehirn arbeitet äußerst aktiv und die Muskulatur erfährt ihr größtes Mass an Entspannung.)

NON-REM-SCHLAF (sind die Schlafphasen in denen der Schläfer normalerweise nicht träumt. Die Augenbewegungen sind stark reduziert deshalb NON-REM-PHASE, ebenso sinkt der Blutdruck und die Körpertemperatur.

Der Schlaf wird in verschieden Stadien eingeteilt:

  • 1. Einschlafphase
  • 2. Leichter Schlaf
  • 3. Leichter Tiefschlaf
  • 4. Tiefschlaf
  • REM-Schlaf

Der Schlaf-Wach-Zyklus ist ein natürlicher Rhythmus, der Menschen und Tiere. Man unterscheidet zwischen zwei Grundformen des Schlafs: dem REM-SCHLAF und dem NON-REM-SCHLAF. Der Unterschiede ist ungefähr so zwischen Wach sein und schlafen, also äußerst unterschiedlich.

Der erwachsene Mensch schläft etwa 7 bis 8 Stunden innerhalb eines Tages. In dieser Zeit durchläuft er in der Regel vier Schlafzyklen, die sich wiederum in vier Non-REM-Schlafphasen, oder -stadien, und eine REM-Phase gliedern. Je weiter der Schlaf zeitlich fortgeschritten ist, umso länger werden die REM-Phasen, die Phasen, in denen wir am meisten träumen.

Die hier beschriebenen Schlaf- und Traumphasen sind bei allen Menschen gleich, sie variieren nur in ihrer Dauer.

1.) Übergang Wach- zur Einschlafphase

Hat man die Augen geschlossen, liegt bequem, verändert sich allmählich die elektrische Hirnspannung. Die Beta-Wellen, Gehirnstromwellen im Wachzustand, verwandeln sich langsam in Alpha-Wellen (8-12 Hz). Diese sind langsamer und regelmässiger als die Beta-Wellen.

Hier kann man noch leicht geweckt werden. Dann werden die Hirnstromwellen ganz schnell wieder zu Beta-Wellen. Aus diesem Grund wird dieses Stadium auch Halbschlaf oder Übergangsstadium genannt.

Die Sinneswahrnehmungen lassen nach und die geistige Aktivität wird vermindert, die Psyche beginnt sich zu entspannen. Das Bewusstsein ist nur noch schwach vorhanden, wird langsam umgeben vom Schleier des Schlafs.

Die Muskeln erschlaffen, Herzfrequenz und Atembewegungen stabilisieren sich und werden gleichmäßiger. Auch die Augenbewegungen verändern sich: Während sich unsere Augen im Wachzustand meistens mit grosser Geschwindigkeit und horizontal bewegen, werden sie in der Einschlafphase langsamer und bewegen sich mehr und mehr vertikal. Etwa 10% der Nacht verbringen wir in Wach- und Einschlafphase.

2.) Stadium I: Einschlafphase (Non-REM-Phase)

Diese Phase dauert nur wenige Minuten, manchmal nur Sekunden an. Sie ist Teil des Einschlafprozesses und gleichzeitig das erste Stadium der Non-REM-Schlafphase.

Durch das Entspannen der Muskulatur im Leichtschlaf, können krampfartige Muskelzuckungen auftreten. In dieser Schlafphase haben wir häufig das Gefühl zu fallen.

Die Augen bewegen sich langsam und ziellos: -> SEM = Slow Eye Movement. Die Gehirnströme laufen auf einer Frequenz von 4-8 Hz. Dieser Schlafmodus ist Anfangs-, bzw. Endpunkt des in der Nacht mehrmals wiederkehrenden Schlafzyklus. Ingesamt berbringen wir ca. 50% der gesamten Schlafzeit in diesem Stadium.

3.) Stadium II: Leichter Schlaf (Non-REM-Phase)

In diesem Stadium hat sich der Schlaf weiter "vertieft". Die Augen bewegen sich kaum noch, die Muskeln sind kaum noch angespannt.

Die Hirnstromfrequenzen sind gestiegen, sie liegen recht hoch, bei 8-15 Hz (die erzeugten Wellen werden auch Schlafspindeln genannt).

Wenn in dieser Phase überhaupt geträumt wird, handelt es sich zumeist um sehr realitätsbezogene Träume. Liegen psychische Konflikte vor, die tagsüber nicht verarbeitet werden konnten, kehren sie in der Regel in diesem Schlafstadium wieder.

Je schwerer der Konflikt wiegt, umso häufiger wiederholt sich der als Realität empfundene Trauminhalt. Im schlimmsten Fall kann durch diese Ablenkung kein tieferes Schlafstadium erreicht werden. Der Schlafende kann nicht abschalten, wodurch der Erholungswert der Nachtruhe immens geschmälert wird.

4.) Stadium III: Leichter Tiefschlaf (Non-REM-Phase)

Dieses Stadium ist eine Steigerung des vorangegangenen Schlafstadiums. Die Frequenz der Hirnströme liegt bei nur noch 2-4 Hz.

5.) Stadium IV: Tiefschlaf (Non-REM-Phase)

In dieser Schlafphase erreichen wir den tiefsten Schlafzustand. Erst jetzt läuft die körperliche Erholung auf Hochtouren. Für die Regeneration des Immunsystems ist der Tiefschlaf besonders wichtig.

In dem auch als Delta-Phase liegt die Hirnstromfrequenz bei nur bei 0,5 bis 2 Hz.. Wir befinden uns in einem Zustand vollständiger körperlicher Entspannung.

Atem- und Herzfrequenz sind sehr langsam und regelmäßig. Die Körpermuskeln sind erschlafft und auch die Augenbewegungen sind minimal.

Aus dem Tiefschlaf heraus fällt das Aufwachen am schwersten, oft braucht man Minuten um sich wieder zurechtzufinden. Leicht schläft man wieder ein und wird sich womöglich gar nicht erinnern, geweckt geworden zu sein.

Die erste Tiefschlafphase liegt (im Durchschnitt) bei 23:30 Uhr und dauert ca 90 Minuten. Das zweite Tiefschlafstadium erreichen wir zwischen ca, 01:30 und ca. 03:00 Uhr morgens, es ist ca. 20 bis 30 Minuten kürzer als die erste Tiefschlafphase.

REM-Schlaf

Die Entdeckung des REM - Schlafs liegt nur etwa 50 Jahre zurück. Man ging davon aus, dass während des Schlafs nichts passierte, also gab es auch nichts zu erforschen.

Das Forschungsteam um den ersten "offiziellen" Schlafforscher Nathaniel Kleitmann entdeckte die REM-Phasen 1953 in dem von ihm eingerichteten Schlaflabor in Chicago.

Während des REM-Schlafs haben wir die meisten und die intensivsten Träume, weshalb dieses Schlafstadium auch als Traumphase bezeichnet wird. Dennoch ist der REM-Schlaf nicht so "flach" wie die gemessenen Hirnstromkurven vermuten lassen könnten. Im Gegenteil, von der "Schlaftiefe" ist der REM-Schlaf mit dem Tiefschlaf vergleichbar.

Die Augenbewegungen sind besonders stark. Puls und Atemfrequenz sind erhöht und unregelmäßig. Die Hirnstromaktivität ist höher als im Wachzustand, sie liegt bei 4 bis 8 Hz.

Die Gesichtszüge des Träumenden verändern sich, je nach dem, in welcher "Traumsituation" er sich gerade befindet. Wer aus dem REM-Schlaf geweckt wird, kann sich besonders gut an seine Träume erinnern.

Auf physiologischer Ebene entspricht der Traumschlaf dem Wachzustand des Menschen. Wer in der Lage ist die "Bewusstseinsschranken" zu überwinden, kann auf einer "bewussteren Ebene" träumen. Das sogenannte luzide Träumen verdeutlicht, dass Traum und Bewusstsein sich nicht unbedingt ausschliessen müssen.

Die Skelettmuskeln sind noch schlaffer als in der vorangegangenen Tiefschlafphase. Wir befinden uns in einer Art Lähmungszustand. So wird verhindert, dass die Bewegungen, die wir im Traum ausführen, wirklich stattfinden. Die Augenbewegung ist hierbei ausgenommen, denn sie wird durch spezielle Nervenfasern gesteuert, die nicht von der Lähmung erfasst werden.

Die erste REM-Phase eines Schlafzyklus dauert nur etwa 10 Minuten an. Die zweite REM-Phase ist doppelt so lang. Gegen Morgen haben die Traumphasen Längen von rund einer Stunde. Manche Langschläfer träumen sogar bis zu zwei Stunden am Stück. Bei einer Schlafdauer von 7 Stunden liegt die Hälfte der Traumphasen in den letzten beiden Schlafstunden.

Die Zeitspanne von im Traum ausgeführten Handlungen entspricht ungefähr der tatsächlich vergangenen Zeit. Erstreckt sich eine Traumhandlung über mehrere Jahre, setzen die Träumenden "Schnitttechniken" wie im Film ein.

Das menschliche Gehirn ist wesentlich leistungsfähiger als das Bewusstsein. Tausende von internen Prozessen laufen innerhalb einer Millionstel Sekunde ab, doch selbst bei den einfachsten Entscheidung benötigen wir mindestens eine halbe Sekunde Zeit. Dies trifft auf Traum und Wirklichkeit gleichermaßen zu.


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