Die Narkolepsie wird im Volksmund als "Schlafkrankheit" bezeichnet.
Ihr hervorstechendes Symptom kann eine lebenslang bestehende Einschlafneigung mit Schlafanfällen in den ungewöhnlichsten Situationen sein.
Narkoleptiker stehen ausgeruht auf und können jedoch nach kurzer Zeit wieder todmüde sein. Das hat nichts mit zu wenig Schlaf, mit langem Ausgehen oder mit spät zu Bett gehen zu tun.
Narkolepsie ist eine neurologische (im weiteren Sinne die Nerven betreffend) Krankheit. Sie ist eine Störung der Schlaf-Wach-Regulierung, deren Zentren im Gehirnstamm und im Mittelhirn liegen können.
Die Erkrankung kann die Lebenserwartung nicht beeinträchtigen. Allerdings kann sie, einmal aufgetreten, lebenslang bestehen. Sie kann erhebliche berufliche, familiäre und persönliche Probleme verursachen, denn die Symptome beeinträchtigen die Lebensführung der Betroffenen mehr oder weniger stark. Fehlendes Verständnis kann in Familie und am Arbeitsplatz häufig zu zusätzliche Schwierigkeiten führen.
Das erste Auftreten der Krankheit kann in der Regel eher harmlos sein, mit Schlafanfällen in Situationen, in welchen auch der Gesunde leicht einnicken kann.
Ursache
- Narkolepsie kann eine organische Krankheit sein. Das heißt, sie kann eine körperliche Ursache haben und ist nicht psychisch bedingt. Der Kranke kann vielmehr unfähig sein, sich gegen den Schlaf zu wehren. Plötzliches Einschlafen ist also kein Zeichen für mangelndes Interesse, Gleichgültigkeit oder gar Faulheit, sondern es kann krankheitsbedingt sein.
Symptome
- Tagesschläfrigkeit kann entweder ständig vorhanden sein, oder tritt in Form anfallsartiger Einschlafattacken von meist nur wenigen Minuten Dauer auf. Häufig kann ein Schläfchen von 15 bis 30 Minuten die Schläfrigkeit der nächsten paar Stunden beseitigen. Es kann die Müdigkeit in Abständen mehrmals am Tag zurückkehren. Kann ein Narkoleptiker nicht zu seinem erforderlichen Schlaf kommen, so kann er für kurze Momente in einen Halbschlaf fallen, dann können geistesabwesend unsinng erscheinde Handlungen ausgeführt werden
- Kataplexie = kann eine kurzandauernde und plötzliche Erschlaffung der Gesichts-, Arm- oder Beinmuskulatur sein. Der Körper des Narkoleptikers kann in die REM-Phase fallen. Man kann von einem "affektiven Tonusverlust (etwa wie schlaffe Muskelanspannung)" sprechen, weil diese Anfälle meistens durch eine Gemütsregung ausgelöst werden können. Je nach Schweregrad eines Anfalls kann die Erschlaffung zu undeutlichem Sprechen oder Stimmverlust, zum Fallenlassen eines Gegenstandes, zu einem Weichwerden der Knie oder zum vollständigen Zusammensinken führen. Das Bewusststein kann nicht beeinträchtigt sein.
- Hypnagoge Halluzination - Im Gegensatz zu normalen Schläfern können die Schlafepisoden von Narkoleptikern mit dem REM-(Traum) Schlaf beginnen. Beim Einschlafen können sich Inhalte des REM-Schlafs (Verlust der Muskelspannung, Traumwahrnehmungen) mit dem Wachbewusstsein vermischen und überlappen. In diesem Zustand kann der Betroffene nicht klar erkennen, ob er wach ist oder wach ist.
- Schlaflähmung - Bei intensiven Träumen kann der Betroffene in eine Schlaflähmung fallen, eine sogenannte Schlafparalyse. Er möchte aufstehen, das Licht anzünden – doch der Körper kann in der Muskelerschlaffung des REM-Schlafs gefangen bleiben. Dieses Phänomen kann beim Einschlafen oder beim Erwachen auftauchen. Der Narkoleptiker will wach werden, doch der Schlaf lässt ihn nicht los.
- Gestörter Nachtschlaf - Der gestörte Schlaf in der Nacht kann als Weiterführen des 4-stündigen Ruhe-Aktivitätsrhythmus angesehen werden. Typisch kann ein abruptes Erwachen ohne ersichtlichen Grund sein. Der Narkoleptiker ist hellwach und angeregt, verrichtet mitten in der Nacht irgendeine Arbeit, oder kann seine Ideen und Gedanken zu Papier bringen.
Hinweis:
Bei Verdacht auf Narkolepsie wenden sie sich am Besten an den Hausarzt. Er kann Sie für eine genaue ärztliche Abklärung an einen Spezialarzt für Neurologie weiterverweisen.
Meistens ist eine Untersuchung im Schlaflabor unabdingbar. Im Schlaflabor können die einzelnen Schlafphasen gemessen und aufgezeichnet werden.
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